Startseite
 
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Starkes Dorf e.V. - gemeinnützig

Logo Verein
Logo Verein

Sonnenhöhe 7
49179 Ostercappeln

Homepage: www.starkes-dorf-ostercappeln.de

Öffnungszeiten:
Treffpunkte nach Vereinbarung
Treffpunkt Sitzungen in der "Alten Mädchenschule" Ostercappeln - wird eingeladen über E-Mail


Der Verein STARKES DORF e.V. aus Ostercappeln unterstützt das Engagement der Bürgerinnen und Bürgern aus der Gemeinde  und fördert die aktive Mitgestaltung ihres Lebensraumes.


Aktuelle Meldungen

Stolpersteinverlegungen 2021 Ostercappeln und Bohmte

(15. 11. 2021)

Aus dem Wittlager Kreisblatt:

Gedenktafeln aus Messing Drei Schicksale, an die neue Stolpersteine in Ostercappeln und Bohmte erinnern

Drei Schicksale, an die neue Stolpersteine in Ostercappeln und Bohmte erinnern
Gedenktafeln aus Messing

Ostercappeln/Bohmte. Drei weitere Stolpersteine erinnern an jüdisches Leben im Wittlager Land und an Gegner des Nationalsozialismus. Der Aktionskünstler Gunter Demnig hat diese Mahnmale am Mittwochnachmittag in Ostercappeln und Bohmte verlegt.

Demnig hat diese besondere Form des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Jahr 1993 gestartet, indem er vor dem jeweils letzten selbstgewählten Wohnort der Menschen Gedenktafeln aus Messing – das sind die Stolpersteine – in den Bürgersteig einlässt. "Denn: Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist". Diesen Spruch aus dem Talmud zitierte Birgitt Oelgeschläger, die die Veranstaltung am Hauweg in Bohmte moderierte. Der Verein "Starkes Dorf Ostercappeln" und ein Team aus Bohmte hatten das Programm an beiden Orten vorbereit

Schüler der Ludwig-Windthorst-Oberschule Ostercappeln sowie der Oberschule Bohmte und der Wilhelm-Busch-Schule Hunteburg stellten die Menschen vor, an die die Stolpersteine– es handelt sich dabei um quadratischen Messingtafeln mit Namen und Daten der Opfer– und das Schicksal der Menschen erinne

An wen erinnern die Steine? Der erste Stein wurde auf dem Kirchplatz vor dem Pfarrheim Ostercappeln verlegt. Dort predigte der Kapuzinerpater Wigbert Beckers. Er wurde 1943 wegen kritischer Äußerungen zum Nationalsozialismus verhaftet in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Er überlebte das KZ, den er konnte auf einem der Todesmärsche 1945 flüchten. Er starb 1981. Sein Stein ist direkt neben dem Stolperstein platziert, der 2008 für Pater Franz Riepe gesetzt wurde.

Ein zweiter Stolperstein soll an Hugo Meyer aus Ostercappeln erinnern, der 1933 in den Selbstmord getrieben wurde. Dieser neue Stein soll direkt neben drei bereits liegenden Stolpersteinen in naher Sichtweite des Hauses der Familie an der Bahnhofstraße in Ostercappeln gesetzt werden. Diese erinnern an war Erna Meyer, die mit ihren Kindern Hans und Ruth an der Bahnhofstraße in Ostercappeln wohnte. Versuche, das Haus zu verkaufen, um emigrieren zu können, gelangen nicht. Die Familie zog nach Köln.1943 wurden Erna, Hans und Ruth Meyer verhaftet und nach Auschwitz deportiert und umgebracht.

Ein dritter Stein wurde vor dem Haus am Hauweg 31 in Bohmte gelegt, wo Rosa Heumann, geb. Stern, seit Mitte der 1930er Jahre gewohnt hat. Sie flüchtete Ende 1938 zunächst nach Holland, wurde aber dort interniert und schließlich 1943 in das Lager Sobibor gebracht und dort ermordet. In dem Haus lebten auch Siegmund und Caroline Stern, die 1941 deportiert und ermordet wurden. Deren Stolperstein wurde bereits 2008 am Hauweg verlegt.

Dass 1938 auch Rosa Heumann dort wohnte, war vor 13 Jahren noch nicht bekannt. Das hätten erst später Recherchen von Franz Kahlert vom Starken Dorf ergeben, so Jürgen Telgkaemper vom Vorbereitungsteam aus Bohmte. Er selbst hat auch nachgeforscht und mithilfe der Gemeindeverwaltung Meldeunterlagen der Bohmterin gefunden. Rosa Heumann muss im Dezember 1938 unter dramatischen Umständen über die grüne Grenze geflüchtet sein, berichtet Telgkaemper, denn die Niederlanden hatten bereits Mitte 1938 die Grenze für Flüchtlinge aus Deutschland geschlossen. Die Flucht rettete ihr letztlich nicht das Leben. Sie interniert, deportiert –"und dann war es aus", so Telgkaemper.

Warum werden Stolpersteine verlegt? Es gehe um mehr als die Erinnerung an ehemaligen Mitbürger, so Stefan Schubert, Leiter der Oberschule Ostercappeln. "Ihren wichtigsten Zweck erfüllen die Steine, wenn wir durch sie daran erinnert werden, dass die Würde der Menschen zu achten ist und dass die Menschenrechte für alle in gleichem Maße gelten."

 

 
 

Foto zur Meldung: Stolpersteinverlegungen 2021 Ostercappeln und Bohmte
Foto: Vortrag Portal St. Lambertus unmittelbar vor der Steinverlegung - Esther Goldschmidt

Neuer Verein 11. 3. 21: "ReparaturTreff e.V." - "ReTrO e. V."

(31. 05. 2021)

Als Idee und Wunsch am 26. 7. 2016 von Herrn Andreas Korch an den Verein"Starkes Dorf e. V." herangetragen, als Projekt des Vereins "Starkes Dorf e.V." erfolgreich in Ostercappeln gestartet am 21. November 2017 –  und als Projekt abgeschlossen am 31. März 2021 mit Gründung eines eigenen Vereins:                          

ReparaturTreff e. V.  -  ReTrO e.V.

Standort:

Gemeindehaus Paulus Kirche, Bremer Straße 7 -   geöffnet  jeden 3. Mittwoch des Monats 14:30 bis 16:30 Uhr                                                                                                                 Aus der Historie:                                                                                 "Das ging Herbst 2017 schnell! Ein Wunsch - vorgetragen von Andreas Korch Ende September 2016 - konnte schon im November 2017 vom Verein "Starkes Dorf" umgesetzt werden. Eine gute Sache für Ostercappeln!

Dass ehrenamtlich tätige Herren vom ersten Arbeitstag an defekte Elektrogeräte des Haushaltes, Spielzeug und das erste Fahrrad erfolgreich reparieren können, verdanken die Bürger Ostercappelns in der ersten Phase des Projektes der Katholischen Pfarrgemeinde Ostercappeln, Herrn Pfarrer Jose Kuzhichalil CMI, dem Bürgermeister Rainer Ellermann, dem Ortsrat und seit Mai 2019 auch der Pastorin Frau Lorenz-Holthusen und dem Kirchenvorstand von der Paulus Gemeinde und in ganz besonderer Weise der Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH. Für die AWIGO kam zur Betriebseröffnung Peter Assenmacher mit einem Scheck zur Unterstützung dieses Projektes. „Gib den Dingen ein zweites Leben“, dieser Leitgedanke aus dem Landkreis Osnabrück wird auch in Ostercappeln bis heute erfolgreich umgesetzt ; zunächst am Kirchplatz und seit Mai 2019 im Gemeindehaus der Paulus Kirche. Seit dem Eröffnungstag schauen zahlreiche Bürger vorbei und viele defekte Geräte landen auf dem Werktisch der Aktivisten. Um die Reparaturen zu erleichtern, raten Albrecht von Bar, Friedrich Ellermann, Hermann Glandorf, Andreas Korch, Dietmar Kutz den Bürgern bei Reparaturaufträgen die Betriebsanleitungen mitzubringen. Diese sollten ohnehin für alle Geräte in einem Ordner zu Hause aufbewahrt werden. Alle Tätigkeiten werden ehrenamtlich kostenlos durchgeführt und genau dokumentiert. Notwendige Kosten für Ersatzteile sind selbstverständlich zu erstatten. Das Team freut sich aber auch über kleine Spenden. Kaffee, Kekse und eventuell auch Kuchen erleichtern das Warten und fördern die Gemeinschaft. Als Erfolg zu werten ist die Mitarbeit mehrerer Gäste aus dem Bereich der Geflüchteten, Menschen, die in Ostercappeln Zuflucht gesucht haben und ihre Kenntnisse gleich einbringen können. Gleichzeitig bekunden immer mehrer Bürger ihre Bereitschaft, im Team mit zu arbeiten. (Fotos: AWIGO, Starkes Dorf e.V. ) -  Starkes Dorf e.V. - Ostercappeln" im Mai 2021

[ReparaturTreff e. V.: E-Mail: info@retro.de]

Foto zur Meldung: Neuer Verein 11. 3. 21: "ReparaturTreff e.V." - "ReTrO e. V."
Foto: Reparaturtag

Neues aus dem Technischen Museum Schwagstorf. Museum derzeit unter der Krise geschlossen

(05. 07. 2020)

Mechanische Rechenmaschinen

 

[Download]

[Download]

Foto zur Meldung: Neues aus dem Technischen Museum Schwagstorf. Museum derzeit unter der Krise geschlossen
Foto: Neues aus dem Technischen Museum Schwagstorf. Museum derzeit unter der Krise geschlossen

Sprechmaschinen aus der "Vergangenheit"

(03. 03. 2019)

Sprechmaschinen (Edison)

Im Gegensatz zu den bisher bekannten Blechplattenspielern wollte Edison eine analoge Aufnahme und Wiedergabe der menschlichen Sprache und Musik erreichen.

Er konstruierte um 1877 seine erste Sprechmaschine, bei der auf einer Zinnfolie die Töne eingegraben sich wurden. Diese so genannte Tiefenschrift konnte anschließend von der Walze mithilfe einer Nadel wieder abgefahren und in Töne zurückverwandelt werden.

 

Nachbauten wie zum Beispiel der kleine Puck verzichteten auf eine Gewindestange, so dass der Tonabnehmer nur durch die Rille geführt wurde. Solche Geräte mussten sorgfältig waagerecht eingestellt werden.

Die Herstellung der Walzen Hartwachs verringerte zwar die Herstellungskosten, verkürzten aber gleichzeitig die Abspieldauer. Ursprünglich waren die Walzen für eine Wiedergabe von 2 min hergestellt, später konnten dann auch Musikstücke von 4 min auf dem verbesserten Gerät abgespielt werden.

Der nächste Schritt kam nach dem ersten Weltkrieg mit dem Grammophon und den noch heute bekannten Schelllackplatten.

Foto zur Meldung: Sprechmaschinen aus der "Vergangenheit"
Foto: Sprechmaschine entwickelt seit 1877

Ein Brief im Februar 2018

(28. 02. 2018)

An

Herrn Karl-Heinz Rohrmann, Ortsbürgermeister Schwagstorf

den Ortsrat Schwagstorf

Herrn Rainer Ellermann, Bürgermeister Gemeinde Ostercappeln

 

Sehr geehrte Herren,

Das Gut Krebsburg ist eng mit der Geschichte Ostercappelns verbunden. Nachfahren der Adligen dieses Rittersitzes leben auch heute noch in unserer Gemeinde. Von 1976 bis 2011 diente das Gut als Wohnheim für Menschen mit Behinderung und gehörte der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Seit 2011 befindet sich Gut Krebsburg wieder in Privateigentum (laut Touristik-Info der Gemeinde Ostercappeln).

 

Im Standardwerk des Rudolf vom Bruch „ Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück“ aus dem Jahr 1930 kann man einen sehr ausführlichen Ablauf der Geschichte der Krebsburg lesen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Adligen der Krebsburg auf einem Familienfriedhof

bestattet, zuletzt Mitglieder der Familie Morsey-Picard. Der Friedhof findet sich im Wald am oberen Rand einer Anhöhe etwa 200 m südlich des ehemaligen Herrenhauses.

Mechthild Freifrau von Wendt und ihr Enkelkind Caelina Gräfin von Bothmer führten mich im Spätherbst des letzten Jahres 2017 zu diesem Friedhof. Der derzeitige Zustand dieser Begräbnisstätte ist katastrophal. Die Verwüstungen lassen kaum noch einen Friedhof erkennen. Dies ist kein natürlicher Verfall, sondern ein Werk von Vandalismus. Freifrau von Wendt berichtet, dass ihre Familienangehörigen auf dem Friedhof in Ostercappeln beerdigt wurden. Sie kann sich noch gut erinnern, dass bis in die 70er Jahre die Begräbnisstätte angemessen gepflegt war.

Ein Übersehen des Zustandes und Untätigkeit sind nicht hin zu nehmen.

Der Verein „Starkes Dorf e.V.“ wurde vom Sachverhalt unterrichtet und die Mitglieder sind der Meinung, dass der Bürgermeister, die Ortsbürgermeister, Ortsräte in Ostercappeln und Schwagstorf, Verschönerungsverein, Kulturring (KURIOS) über den Zustand des Friedhofs der Krebsburger Adligen informiert werden sollten.

Grundstückbesitzer ist die Familie Kesseböhmer, Bad Essen. Das Waldgebiet um die alte Grabstätte ist umzäunt und durch ein nicht verschlossenes Tor zugängig, aber insgesamt nur schwer erreichbar.

Bewusst wenden wir uns in dieser Sache zuerst an die Kommune und ihre Bürger und noch nicht an den Denkmalschutz oder gar an die Presse.

Von den Ratsherren sollte nach einer Begehung eine Entscheidung gefällt werden. Es geht um den Schutz eines historischen Ortes in der Gemeinde Ostercappeln.

 

Starkes Dorf e.V. in Ostercappeln

 

Foto zur Meldung: Ein Brief im Februar 2018
Foto: Ein Brief im Februar 2018

Holocausttag 2018 mit der Ludwig-Windthorst-Schule-Oberschule

(30. 01. 2018)

Gegen das Vergessen. Danke sagt der Verein „Starkes Dorf“ allen Bürgern, die am frühen Nachmittag des 30. Januar ihren Weg zur Windthorststraße Ostercappeln gefunden haben, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken und vor allem denen, die sich an der bewegenden Feier auf dem Hof des Hauses „Alter Markt“ aktiv beteiligt haben. Das war keineswegs eine Selbstverständlichkeit und bedarf durchaus großer Anerkennung. Frau Stéphanie Jeanne-Djekic, die zusammen mit ihren Kollegen von der Ludwig-Windthorst-Schule die Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf das Thema vorbereitet hatte und ebenfalls Bürgermeister Rainer Ellermann trugen in ihren Ansprachen noch einmal die entsetzlichen und unsäglichen Verbrechen der Nazis vor und wiesen darauf hin, wie wichtig die Erinnerung daran bleiben muss. Sieben, sehr gut informierte Jugendliche aus den drei neunten Klassen schilderten eindrucksvoll das Schicksal von Mitgliedern der jüdischen Familien Meyer, deren Gesichter und auch die weiterer Opfer aus Ostercappeln auf einer Leinwand sichtbar gemacht wurden. Alle Jugendlichen haben diese Veranstaltung freiwillig besucht und werden wie alle Teilnehmer an der Mahnwache 2018 diesen Ablauf in der Deutschen Geschichte für immer in ihrer Erinnerung bewahren. Mit den Liedern „Licht das uns anstößt“, „Möge die Straße“ und dem Friedensaufruf an Freunde „Shalom Chaverim“ begleitete der Spes-Viva-Chor die Gedenkstunde. Dank gilt aber auch dem Team Caselato, dessen Mitarbeiter das Umfeld der Gedenktafel würdevoll hergerichtet haben und die “Stolpersteine“ von Helene und Josef Meyer wieder glänzen ließen. Starkes Dorf e.V.

Foto zur Meldung: Holocausttag 2018 mit der Ludwig-Windthorst-Schule-Oberschule
Foto: Holocausttag 2018 mit der Ludwig-Windthorst-Schule-Oberschule


Fotoalben